Glaubenssätze – nichts als Konstruktion?!


Ich glaube, also bin ich?!

In ihrem Buch Vom Jein zum Ja gibt Stephanie Stahl Hinweise dafür, wie man

,,die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Bindungsängsten (…), (die ihr) so notwendig wie heute“

erscheinen, bewerten und sie in das eigene Lebensmodell integrieren kann. Etwa in der Hälfte des Buches konzentriert sich die Autorin auf Bindungsängste, die man als Erwachsener eindeutig auf Sozialisierung in der Kindheit und die darin manifestierten Unsicherheiten zurückführen kann (zumindest geht die Autorin hier von dieser Fallstudie aus). Eine Möglichkeit, sich selbst, die eigenen Charakterzüge, Wertvorstellungen und auch Ziele zu erkunden, liegt für die Ratgeberin darin, seine eigenen Glaubenssätze herauszufinden und diese zu verorten. Es gibt jetzt sicherlich Leser, die sich denken, mit was für einem konstruierten Begriff ich hier wieder um die therapeutische Ecke komme. Lasst euch sagen: ich selbst entdecke so oft, nahezu täglich, so viele neue Anregungen, Ideen und Vorschläge, wie man einer (nahezu) befriedigenden Definition von „Kultur“ und „Unternehmenskultur“ näher kommen könnte. Also hangeln wir uns weiter…

…zurück zu den Glaubenssätzen. Es gibt unzählige Glaubenssätze, darunter einige, die sich als solche tarnen. Also aufgepasst!

Glaubenssätze können sprachlicher Ausdruck von etwas sein, an das wir schlichtweg glauben, was wir somit auch für wahr halten. Ein Glaubenssatz ist zu verstehen als eine Art inneres Modell, das jede Person fortlaufend und in Dauerschleife entwickelt, um sich in der Welt zu orientieren. Verstanden. Weiter. Dazu kommt der Ratschlag von Frau Stahl, dass es eine bestimmte Formulierung für Glaubenssätze gibt, die regelmäßig mit einem ,,Ich darf…“ oder ,,Ich bin nicht…“ einzuleiten sind. Dazu im Gegensatz würde bspw. der Satz ,,Ich habe Angst zu…“ stehen, da dieser – manchmal muss man gar nicht krampfhaft um die Ecke denken – die Angst hinter bspw. dem Versagen ausdrückt.

Wie genau könnte also nun ein Glaubenssatz in Bezug auf eine gesunde Unternehmenskultur aussehen, wenn dieser eine innere Überzeugung, eben keine Absicht, ausdrücken soll.

Ich habe keine zweifelsfreie und vor allem eindeutige Antwort darauf, vorerst nicht…

…to be continued!