Culture-Me — oder: kulturelle Begegnungen in Arbeit und Leben

Willkommen und Auf Wiedersehen!


Willkommenskultur ist auch ein Benefit.

Das GfdS (Gesellschaft für deutsche Sprache) wählt seit 1991 alljährlich das „Unwort des Jahres“ und ich glaube, dass leider (!) „Willkommenskultur“ ein heißer Anwärter auf diese Auszeichnung ist. Mit „leider“ meine ich, dass ich es in diesem Beitrag nicht in seinem fast schon missbrauchten Kontext der Begrüßung von Flüchtlingen benutzen möchte, sondern es einsetzen will als ersten und meiner Meinung nach wohl auch wichtigsten Benefit, wenn man darauf verzichten möchte, seine Tätigkeit nur auszuüben, um sie auszuüben.

Auf LinkedIn sieht man nahezu täglich Posts von (meist) us-amerikanischen Arbeitnehmern, die voller Stolz ihren reich geschmückten Schreibtisch präsentieren. Neben Macbook liegen Schlüsselanhänger mit Unternehmenslogo, Hoodies mit Unternehmenslogo-Print, die an die leistungsorientierten Werbemaßnahmen usa-amerikanischer Colleges erinnern, Montblanc-Füller und ach da…da hinten…da ist eine Karte mit einem „Welcome to our Team“ drauf. Handschriftlich. Wenigstens das.

Hand aufs Herz: eine solche Begrüßung wurde mir noch nie zu Teil und ich sage euch, es hätte wahrlich genügend Möglichkeiten  dazu gegeben. Nein, ich wurde durchaus freundlich und erwartungsvoll begrüßt. Meist wurde mir mein zukünftiger Arbeitsplatz gezeigt mit einem „…hier kannst du nun die neuen Talente finden“. Alles klar, dann husche ich mal schnell in die Onboarding-Veranstaltung mit ca. acht verschiedenen Power-Point-Präsentationen und hoffe, irgendeinen Gleichgesinnten zu treffen, der das genauso unpersönlich findet wie ich. Und diesen „PPP-Luxus“ hat schon nicht jeder. Denn ab und an muss die gesamte Unternehmenshistorie im persönlichen Gespräch er-*gähn*-klärt werden.

Ich finde das nicht gut. Der erste Tag kann so unglaublich wichtig und alles entscheidend sein. Ob Termindruck, Meetingsucht oder Soziophobie: „Willkommen heißen“ heißt, jemanden aufzunehmen. Jemanden aufnehmen bedeutet, ihm die Möglichkeit zu geben, seine Nervosität auszudrücken und sie schlichtweg haben zu dürfen ohne im Minutentakt einer neuen Information alibi-aufrichtig zu lauschen. Es geht nicht darum, völlig überteuerte und zudem unnütze Merchandising-Artikel herumzureichen, die meist sowieso eine mangelnde Qualität haben: vielmehr geht es darum, eine Willkommenskultur zu schaffen. Diese kann vielseitig sein und übrigens: an den Schreibtisch kommen wir alle früh genug!

Mein Vorschlag: Seid Ansprechpartner für eure neuen Kollegen, nutzt ein Patensystem, welches viele Unternehmen bereits installiert haben und vermeidet sogenannte „Kollegen-Paten“…denn das hebt sich gegenseitig auf. Findet einen klaren Einarbeitungsplan und bemüht euch darum, Raum zu lassen für Unsicherheiten, doofe Fragen und Sympathien. Nicht vergessen: Willkommenskultur ist essentieller Teil einer Unternehmenskultur und die wiederum eurer Mitarbeiterbindung. Merchandising-Artikel können unterstützend eingesetzt werden, nur sollten sie nicht die Antwort auf die Frage sein: Wie sieht eure Willkommenskultur aus?

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Euer MJN.

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